Literaturhaus Nürnberg e.V.

Luitpoldstraße 6
90402 Nürnberg
Telefon 0911 2342658

Archiv des Literaturhaus e.V.

Verleihung des 2. Gisela-Elsner-Literaturpreises mit Laudatio / Lesung und Musik

Dienstag, 02. Mai 2023, 19 Uhr

Unter dem Namen der Nürnberger Autorin Gisela Elsner (1937-1992) vergibt das Literaturhaus Nürnberg alle zwei Jahre den mit 10.000 Euro dotierten Gisela-Elsner-Literaturpreis. Gisela Elsners Werk ist geprägt von einer engagierten und kritischen Perspektive auf die Gesellschaft ihrer Zeit. 

Die zum zweiten Mal verliehene Auszeichnung erhielt am 2. Mai 2023, dem Geburtstag von Gisela Elsner, die Schriftstellerin Nino Haratischwili. Näheres hier.

Literaturhaus zu Gast bei den Texttagen Nürnberg II / Gespräch und Kulinarisches. Gewerbemuseumsplatz

Sonntag, 27. Juni 2021, 17.30-18.30 Uhr

Wir stellen wichtige Autoren und Bücher im Schnelldurchlauf vor, die wir bis zum Herbst im Literaturhaus präsentieren. Außerdem Leckereien aus unserem Restaurant

Wer es noch nicht mitbekommen hat, erfährt es jetzt: Der Literaturhaus Nürnberg e.V., der Trägerverein des Nürnberger Literaturhauses, hat sich neu aufgestellt und bietet nun neben den bekannten Veranstaltungen des Literaturclub ein reichhaltiges Programm mit Lesungen und Diskussionen, ebenfalls im Literaturhaus in der Luitpoldstraße. Auf der Bühne der Texttage Nürnberg auf dem Gewerbemuseumsplatz streifen wir durch die Neuerscheinungen des Frühjahrs. Außerdem stellen wir die Autoren Stefan Aust, Helga Schubert, Dana Grigorcea und Bernd Greiner vor, die bei uns lesen werden und bieten eine breite Auswahl der Gerichte, die das Restaurant im Literaturhaus zum Mitnehmen bereithält.

Natasha Wodin liest bei der Verleihung des 1. Gisela-Elsner-Preises

Verleihung des 1. Gisela-Elsner-Literaturpreises an Natascha Wodin / Laudatio, Lesung, Talk und Musik

Samstag, 10. Juli 2021, 19 Uhr

Mit Natascha Wodin (Lesung), Jörg Magenau (Laudatio), Lukas Langguth (Piano) und Richard Elsner (Bruder von Gisela Elsner)

Zu Ehren der Nürnberger Autorin Gisela Elsner (1937-1992) vergibt das Literaturhaus Nürnberg e.V. erstmals den mit 10.000 Euro dotierten Gisela-Elsner-Literaturpreis. Er geht an die 1945 in Fürth geborene Autorin Natascha Wodin, deren Werk, ebenso wie das von Gisela Elsner, von einer engagierten und kritischen Perspektive auf die Gesellschaft ihrer Zeit geprägt ist. Die Laudatio auf Natascha Wodin hält der Autor und Literaturkritiker Jörg Magenau.

Helga Schubert: „Vom Aufstehen“ / Lesung und Gespräch

Donnerstag, 15. Juli, 19 Uhr

Die Bachmann-Preisträgerin von 2020 stellt ihr aktuelles, autobiografisches Buch „Vom Aufstehen“ vor

Helga Schubert gewann 2020 als bisher älteste Teilnehmerin den Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Gelegenheit dazu hätte sie schon früher gehabt, denn schon 1980 wurde sie von Günter Kunert zum Wettlesen eingeladen. Doch sie erhielt keine Ausreisegenehmigung aus der DDR. In ihrem Buch „Vom Aufstehen“ beschreibt sie ein Jahrhundert deutscher Geschichte und zugleich ihre eigene Biografie.

Stefan Aust: „Zeitreise“ / Lesung und Gespräch

Montag, 19. Juli, 19 Uhr

Der Star-Journalist stellt seine Autobiografie vor – ein persönlicher Streifzug durch die jüngste deutsche Geschichte

Stefan Aust ist einer der bekanntesten Journalisten der Bundesrepublik. Zu seinem 75. Geburtstag stellt der langjährige Panorama-Redakteur, Herausgeber des Spiegel und der Welt und Mitbegründer von Spiegel TV nun seine Autobiografie vor. Die liest sich wie ein Streifzug durch die politische Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert. Aust schildert die Hintergründe seiner Recherchen und seiner journalistischen Laufbahn.

Ewald Arenz: „Der große Sommer“ / Lesung und Gespräch

Montag, 26. Juli 2021, 19 Uhr

Der fränkische Bestsellerautor erzählt von einer ersten Liebe

Mit seinen Romanen wie „Der Duft von Schokolade“, „Herr Müller, die verrückte Katze und Gott“ oder „Alte Sorten“ hat sich Ewald Arenz als großer Erzähler etabliert. Der bei Fürth lebende Schriftsteller und Lehrer stellt bei uns seinen Bestseller „Der große Sommer“ vor, eine Geschichte über die Tücken des Erwachsenwerdens und die erste große Liebe in den frühen 80ern.

Paul Maar: „Wie alles kam“ / Musikalische Lesung und Gespräch

Mittwoch, 1. September 2021, 19 Uhr

Die nicht immer leichte Kindheit des Sams-Erfinders

Der Franke Paul Maar ist einer der beliebtesten und erfolgreichsten Kinderbuchautoren Deutschlands. Jetzt, im Alter von 82 Jahren, hat er sein erstes Buch für Erwachsene geschrieben. Es heißt „Wie alles kam“ und ist der Roman seiner eigenen Kindheit in Franken zwischen Bombenkrieg und Dorfidylle.

LesBar - Das Nürnberger Literaturgespräch zu aktuellen Jugendbüchern

Montag, 13. September 2021, 19 Uhr

Mit Doris Höreth, Katharina Ganser, Katharina Erlenwein

Die zocken nur? Nein, die lesen auch: Kinder und Jugendliche haben eine riesige Auswahl an lesenswerten Romanen, wir versuchen einen Pfad durch das Dickicht der Neuerscheinungen zu schlagen. Von Fantasy über Abenteuergeschichten bis zum Bilderbuch sichten wir die aktuellen Titel und geben Empfehlungen. Eine engagierte Buchhändlerin, eine junge Leserin und eine Literaturkritikerin tauschen ihre Eindrücke aus und stellen ein persönliches "Evergreen" vor.

Dana Grigorcea: „Die nicht sterben“ / Lesung und Gespräch

Mittwoch, 15. September 2021, 19 Uhr

Auf den Spuren von Dracula

Die rumänisch-schweizerische Autorin Dana Grigorcea schildert die Grausamkeiten rund um die Thematik Dracula, eine historische Figur, die Menschen gequält und gepfählt hat und später zum Mittelpunkt unzähliger Mythen wurde. Ihr neuer Roman ist schaurig und gesellschaftskritisch zugleich, beschreibt er doch auch den Wandel Rumäniens vom Kommunismus zur heutigen politischen Situation in einem vereinten Europa. Grigorceas Werk (Essays, Romane, Kinderbücher) wird von der Literaturkritik hoch gelobt.

John von Düffel im Gespräch mit Dirk Kruse

John von Düffel: „Die Wütenden und die Schuldigen“ / Lesung und Gespräch

Dienstag, 28. September 2021, 19 Uhr

Der erste Roman über den Corona-Lockdown

John von Düffel ist bekannt für seine Bestseller „Vom Wasser“ oder „Houwelandt“. Preisgekrönte Familienromane mit gesellschaftlicher Brisanz. „Die Wütenden und die Schuldigen“ ist ein hochaktueller Familienroman über die Pandemie. Er erzählt von einer Familie, die in der Corona-Krise plötzlich auseinandergerissen wird.

Moderation: Dirk Kruse

Uwe von Seltmann: Wir sind da! 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland / Lesung und Gespräch

Montag, 4. Oktober 2021, 19 Uhr

Zum Jubiläum stellt der Autor sein reichhaltiges Geschichtsbuch vor

Im Jahr 321 wurden Juden zum ersten Mal auf deutschen Territorien urkundlich erwähnt. Uwe von Seltmann schlägt zum1700. Jubiläum einen weiten Bogen durch die reichhaltige Geschichte des deutschen Judentums, die allzu oft auf den Holocaust reduziert wird. Von Seltmann widmet dem heutigen Leben der deutschen Juden weite Teile seines aufschlussreichen Buches, das im Erlanger Homunculus erschienen ist und schon jetzt zum Standardwerk auf aktuellem Stand geworden ist.

Moderation: Katharina Erlenwein

Foto: Laurin Gutwin

Nadine Schneider: Wohin ich immer gehe / Lesung und Gespräch

Mittwoch, 13. Oktober 2021, 19 Uhr

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Literaturzentrum Nord KUNO

Flucht aus der Ceauşescu-Diktatur nach Nürnberg

Nadine Schneider wurde 1990 in Nürnberg geboren, als Tochter von rumäniendeutschen Auswanderern aus dem Banat. Damit hat die junge Autorin aus Franken ihr literarisches Thema gefunden: die alte Heimat ihrer Eltern. Nach ihrem Debüt „Drei Kilometer“ über den Sommer 1989 in Rumänien ist jetzt „Wohin ich immer gehe“ erschienen. Die Geschichte eines jungen Mannes, der 1987 aus der Ceauşescu-Diktatur nach Nürnberg flieht und sich den Geistern der Vergangenheit stellen muss.

Moderation: Katharina Erlenwein

Dzevad Karahasan

Dževad Karahasan: Tagebuch der Übersiedlung/ Lesung und Gespräch

Dienstag, 26. Oktober 2021 · 19.00 Uhr

 Ein großer europäischer Erzähler über die Belagerung von Sarajewo

Der Bosnier Dževad Karahasan zählt zu den bedeutendsten europäischen Erzählern und Gelehrten. Er erlebte vor 30 Jahren die Belagerung Sarajewos durch bosnische Serben hautnah mit, bei der über 11.000 Menschen ihr Leben verloren. Sein „Tagebuch der Übersiedlung“ ist ein bewegendes und kluges Dokument zum Verständnis der jüngsten, leidvollen Geschichte Europas.

Moderation: Dirk Kruse

Gesine Schwan

Gesine Schwan: Europa versagt. Eine menschliche Flüchtlingspolitik ist möglich / Lesung und Gespräch

Dienstag, 2. November 2021 · 19.00 Uhr

Eine leidenschaftliche Streitschrift gegen das Versagen Europas in der Flüchtlingspolitik.

Dass sich Europa an seinen Außengrenzen gegen Flüchtende abschottet, ist für die Autorinnen ein beschämender, nicht hinnehmbarer Zustand. Der Kontinent, der einst für Aufklärung und Menschenrechte stand, versagt ihrer Meinung nach. Für welche Werte steht die EU überhaupt noch? Die Politik der einzelnen Staaten ist geprägt von populistischen Strömungen und Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft. Dabei gäbe es Lösungen für eine europäische Flüchtlingspolitik. Die Autorinnen zeigen auf, wie diese auch unter Einbeziehung der Kommunen gelingen kann. Dabei widerlegen die SPD-Politikerin Schwan und die Kulturwissenschaftlerin Zobel die gängigen Argumente und Ängste, die angeführt werden, wenn es um die Aufnahme von Flüchtenden geht. 

Moderation: Dr. Susanne Stemmler

Ralf Nestmeyer, Vizepräsident des Deutschen PEN und Reisebuchautor / Werkstattgespräch

Montag, 8. November 2021 · 19.00 Uhr

Inhaftierten Autoren eine Stimme geben.

Die Freiheit des Wortes, wie wir sie kennen, ist nicht selbstverständlich und in vielen Weltregionen bedroht. Der Nürnberger Autor Ralf Nestmeyer ist gerade als Vizepräsident des Deutschen PEN wiedergewählt worden. Er ist auch Beauftragter für das Writers-in-Prison-Programm, das sich weltweit für inhaftierte Schriftsteller einsetzt. Wir sprechen über die aktuelle Lage von Schriftstellern in unterschiedlisten Ländern - und darüber, was man für sie tun kann.

Moderation: Katharina Erlenwein

 

Timur Vermes: U / Lesung und Gespräch

Dienstag, 16. November 2021 · 19.00 Uhr

Er ist wieder da, der Bestsellerautor Timur Vermes, mit einer spannenden und humorvollen U-Bahn-Fahrt

Noch fünf Stationen in der nächtlichen U-Bahn, dann wäre Anke zu Hause. Doch die U-Bahn hält nicht und schießt ungebremst durch die Dunkelheit. „U“ ist die neue Novelle des fränkischen Bestsellerautors („Er ist wieder da“) Timur Vermes, die mit so manchen spannenden und humorvollen Volten überzeugt und auch graphisch viele Überraschungen bietet.

Moderation: Dirk Kruse

Filmgespräch "Lieber Thomas" im Casablanca

Freitag, 19. November 2021 · 19.30 Uhr

Thomas Brasch war einer der außergewöhnlichsten Literaten zwischen DDR und BRD, unangepasst, ideenreich, sprunghaft und geradlinig in seinem Widerstand gegen das DDR-Regime, in dem sein Vater Karriere machte. Gemeinsam mit dem Casablanca-Kino präsentieren wir ein Gespräch zum aktuellen Film ‚Lieber Thomas‘ mit Regisseur Andras Kleinert und Drehbuchautor Thomas Wendrich. Braschs vielschichtiges Werk, faszinierend in den Worten und magisch in den Bildern, ist die Grundlage für einen poetischen, schillerndverführerischen
Film über den Menschen Brasch und das Jahrhundert, in dem er lebte. Es spielen Albrecht Schuch, Jella Haase, Ioana Iacob u.a.

Moderation: Katharina Erlenwein

Natascha Wodin

Abgesagt: Natascha Wodin: Nastjas Tränen / Lesung und Gespräch

Dienstag, 30. November 2021 · 19.00 Uhr

Entfällt!

Eine Frau zwischen Hoffnung und Heimweh

Natascha Wodin, geboren in Fürth, hat ihre Kindheit und Jugend in Franken verbracht. Für ihr einfühlsames, autobiografisch geprägtes Werk hat sie im Juli den ersten Gisela-Elsner-Preis des Literaturhauses Nürnberg erhalten. Jetzt präsentiert sie bei uns ihren neuen Roman, der wie ihre Erfolgsromane „Sie kam aus Mariupol“ und „Irgendwo in diesem Dunkel“ wieder um die eigenen Wurzeln kreist. Eine Frau, die nach dem Mauerfall aus der Ukraine zum Arbeiten nach Berlin kommt, erinnert sie an das Schicksal ihrer ebenfalls aus der Ukraine stammenden, heimatlosen Mutter.

Moderation: Katharina Erlenwein 

Werkstattgespräch zum Weltfrauentag

Montag, 7. März 2022, 19 Uhr

Verena Auffermann & Elke Schmitter: 100 Autorinnen in Portraits

Renommierte Kritikerinnen schreiben über die 100 bedeutendsten Autorinnen der Weltliteratur.

Von Juli Zeh und Herta Müller über Simone de Beauvoir und Virginia Woolf bis zu Jane Austen und Sappho spannt sich der Bogen weltberühmter Literatinnen. Beleuchtet in hundert prägnanten, unterhaltsamen und lehrreichen Essays von fünf Kritikerinnen. Verena Auffermann und Elke Schmitter lesen und sprechen darüber, unter welchen Schwierigkeiten Frauen Weltliteratur schrieben.

So schreibt Bayern. Fünf AutorInnen aus Franken und Altbayern

Samstag, 12. März 2022, 19.00 Uhr

Mit Edith Maria Ascher, Werner Mesch, Ulrike Schäfer, Leonhard F. Seidl und Roland Spranger | Lesung und Gespräch

Fantasy und Krimi, Kurzgeschichten und Minidramen: Die Autoren präsentieren ihre Werke anlässlich der Jahrestagung des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS Bayern) im Literaturhaus.

 Die Literatur der Gegenwart in Bayern ist äußerst vielfältig. Von der Hoch- bis zur Unterhaltungsliteratur reicht das Spektrum. Fast alle Textgattungen und Genres werden gepflegt und bringen erfolgreiche Autorinnen und Autoren hervor. Gleich fünf von ihnen, die im VS Bayern organisiert sind, lesen Kostproben ihrer Werke. Edith Maria Ascher aus Landshut kommt mit Fantasy, Werner Mesch aus München mit Kurzprosa, Ulrike Schäfer aus Würzburg mit einer Erzählung, Leonhard F. Seidl aus Fürth mit einem historischen Krimi und Roland Spranger aus Hof mit preisgekrönten Theatertexten.

Moderation: Thomas Kastura

Einlass ab 17.30 Uhr

Arne Dahl: Null gleich eins | Lesung und Gespräch

Dienstag, 15. März 2022, 19 Uhr

Literaturhaus Crime

Deutschlandpremiere: Der schwedische Bestsellerautor mit seinem druckfrischen Krimi

„Die Krimis von Arne Dahl sind ein Gipfelpunkt europäischer Kriminalliteratur: nachdenklich, moralisch bohrend, komplex und anspielungsreich, ohne besserwisserisch zu sein, gewürzt mit einem feinen Humor“, schreibt DIE ZEIT. Mit seinem neuesten Krimi „Null gleich eins“ schließt der Stockholmer Arne Dahl, der sehr gut Deutsch spricht, seine spannende Berger & Blom-Serie ab.

Moderation: Dirk Kruse

Lesung: N.N.

Einlass ab 17.30 Uhr

Fitzgerald Kusz trifft Pauline Füg | Lesung und Gespräch zum Welttag der Poesie

Montag, 21.März 2022, 19 Uhr

Vom fränkischen Haiku über den Poetry Slam zur jungen Lyrik.

Der eine reduziert in seinen Haikus die Sprache auf ein Minimum – und gibt ihr noch dazu eine ganz regionale fränkische Mitgift auf den Weg. Die andere konzentriert sich auf die Zwischentöne und inspiziert unsere Welt „Nach der Illusion“, wie ihr aktueller Gedichtband heißt. Fitzgerald Kusz (Jahrgang 1944) und Pauline Füg (Jahrgang 1983) eint mehr, als man vielleicht denkt: Beide Lyriker lieben die Bühne und den Vortrag (bei Füg heißt das Poetry Slam, bei Kusz sind es gern auch Gedichte mit Bluesmusik). Beide sind in Franken verwurzelt. Und Pauline Füg kann ihren ersten Erfolg – den Gewinn des Lyrik-Wettbewerbs an mittelfränkischen Gymnasien – ein bisschen auch dem älteren Kollegen danken, der damals in der Jury saß. Zum Welttag der Poesie am 21. März laden wir beide zum lyrischen Dialog und Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen ins Literaturhaus ein.

Moderation: Katharina Erlenwein

Einlass ab 17.30 Uhr

Monika Maron: Was ist eigentlich los? | Lesung und Gespräch

Mittwoch, 6. April 2022, 19 Uhr

Die Lust am Widerspruch. Eine große Autorin und ihre streitbaren Essays

Für ihre großartigen gesellschaftskritischen Romane „Flugasche“, „Stille Zeile sechs“ oder „Animal triste“ wurde Monika Maron gelobt und mit Preisen ausgezeichnet. Doch als die streitbare Autorin nicht nur die DDR, sondern in ihren Essays auch die Wiedervereinigung, den Islam oder die Medien kritisierte, galt sie plötzlich nicht mehr als Linke, sondern als Rechte. Dass der S. Fischer Verlag die gefeierte Autorin nach 40 Jahren fallen ließ, war ein Skandal. Jetzt veröffentlicht Monika Maron bei Hoffmann und Campe. Ihre dort erschienenen Essays zeigen eine scharfzüngige und unerschrockene, aber keinesfalls rechte Autorin.

Moderation: Dirk Kruse

Einlass ab 17.30 Uhr

Hans Woller: Gerd Müller oder Wie das große Geld in den Fußball kam

Dienstag, 12. April 2022, 19 Uhr

Ein Buch über den Fußball, einen ganz besonderen Fußballspieler und über deutsche Zeitgeschichte.

Kooperationsveranstaltung mit der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur

Gerd Müller war ein Fußballstar, der keiner sein wollte. Er erhielt den martialisch klingenden Titel "Bomber der Nation", obwohl er eher sanftmütig, immer freundlich, zurückhaltend, aber alles andere war als ein tumber Torjäger. Hans Woller würdigt mit der Biografie "Gerd Müller oder Wie das große Geld in den Fußball kam" die vielschichtige Persönlichkeit dieses so besonderen Fußballspielers, der im Sommer 2021 starb.

Moderation: Birgitt Glöckl, Leiterin der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur

Einlass ab 17.30 Uhr

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Eva Menasse: Dunkelblum | Lesung und Gespräch

Mittwoch, 20. April 2022, 19 Uhr

Ein finsteres Kleinstadtporträt im Wendeherbst 1989, in dem die verdrängte Vergangenheit lange Schatten wirft.

Auf den ersten Blick ist Dunkelblum eine österreichische Kleinstadt wie jede andere. Doch hinter der Fassade verbirgt sich die Geschichte eines grauenhaften Kriegsverbrechens, das in den letzten Kriegstagen 1945 stattfand. Ihr Wissen um das Ereignis verbindet die alten Dunkelblumer seit Jahrzehnten – genauso wie ihr Schweigen. 1989 taucht ein rätselhafter Besucher in der Stadt auf, eine junge Frau verschwindet und auf einer Wiese wird ein Skelett ausgegraben. Hinter der nahen Grenze zu Ungarn warten derweil Hunderte DDR-Flüchtlinge auf den Einlass in den Westen. Dinge geraten in dem trostlosen Ort plötzlich in Bewegung und wie in einem Spuk tauchen die Spuren der Vergangenheit auf – und konfrontieren die Dunkelblumer mit ihrer eigenen Geschichte, die für sie erledigt schien.

Moderation: Katharina Erlenwein

Einlass ab 17.30 Uhr

Achtung: Nur noch Karten für die Übertragung im 1. Stock für 6.50 € verfügbar.

Martin Beyer und Antonia Hausmann: Tante Helene und das Buch der Kreise | Musikalische Lesung

Mittwoch, 4. Mai 2022, 19 Uhr

Roman einer Selbstfindung unter ungewöhnlichen Umständen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kulturzentrum KuNo

Ein jeder will dich nach seinem Bilde formen. Diese Erfahrung macht die Malerin und Modeschöpferin Helene Klasing jeden Tag aufs Neue, mit ihrer Mutter, mit ihren Lehrern und Kommilitonen und sogar mit ihrem Mann. So revolutionär die Sechzigerjahre auch gewesen sein mögen, man wusste doch sehr genau, wie und was eine Frau zu sein hat. Helene aber hat ihren eigenen Kopf und ihr eigenes Bild von sich. Doch das gerät ins Wanken, als sie erfährt, dass sie adoptiert wurde. Helene wählt den schwierigen Weg. Sie stellt sich ihrer Vergangenheit und schließlich auch der Mutter, die sie fortgegeben hat. Eine riskante Entscheidung, aber auch eine, an der sie wachsen kann.

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Fridolin Schley: „Die Verteidigung“ | Lesung und Gespräch

Donnerstag, 12. Mai 2022, 19 Uhr

Richard von Weizsäcker als junger Verteidiger eines Nazi-Diplomaten – seines Vaters Ernst von Weizsäcker.

Der Vater höchster Nazi-Diplomat im Auswärtigen Amt, der Sohn ein junger Jura-Student, geprägt vom Krieg, aber auch von der Tradition der Familie, aus der hochrangige Theologen und Staatsdiener hervorgingen: 1947 sitzen sich Ernst von Weizsäcker und sein Sohn Richard bei den Nürnberger Prozessen gegenüber. Jahrzehnte später wird der junge Assistent der Verteidigung Bundespräsident sein. Fridolin Schley hat für seinen Roman den Verlauf des Prozesses im Detail genau recherchiert und raffiniert zu einer außergewöhnlichen, für die Nachkriegsgeneration aber auch typischen Vater-Sohn-Konstellation montiert. „In seiner sprachlichen Zurückgenommenheit umwerfend und in seiner Verdichtung eindrucksvoll“, urteilt Julia Encke in der ZEIT über den Roman.

Moderation: Katharina Erlenwein

Einlass ab 17.30 Uhr

Lucy Fricke: „Die Diplomatin“. Lesung und Gespräch

Mittwoch, 1. Juni 2022, 19 Uhr

Hinter den Kulissen der Diplomatie

 Als Botschafterin in Paraguay kann sie den Mord an einer prominenten deutschen Touristin nicht verhindern, als Konsulin in der Türkei scheitert sie am Dickicht der Systeme: „Die Diplomatin“ lässt mit trockenem Humor und fantasievollen Details in den Alltag der deutschen Stellvertreter im Ausland blicken. Filz und Bequemlichkeit, Strippenzieher und Karrieristen im Hintergrund machen ihr das Leben schwer. Lucy Fricke, zuletzt für ihren Roman „Töchter“ hochgelobt, hat eine Frau mit Rückgrat entworfen, die in den Fallstricken der deutsch-türkischen Beziehungen beinahe scheitert.

Moderation: Katharina Erlenwein

Einlass 17.30 Uhr, Beginn 19 Uhr

Heike Specht: „Die Ersten ihrer Art“, mit der Autorin und Renate Schmidt, Bundesministerin a.D.

Montag 20. Juni 2022

Wie Frauen die Welt verändert haben

Margaret Thatcher, Angela Merkel, Kamala Harris: Drei Politikerinnen und starke Persönlichkeiten, die ihren Platz in einer Männerwelt eroberten und sie Stück für Stück veränderten. Die Historikerin, Literaturwissenschaftlerin und Autorin Heike Specht reist in ihrem Buch durch die Politikgeschichte und führt uns zu diesen und vielen anderen "Ersten ihrer Art". Sie zeigt, wie Frauen in den letzten hundert Jahren gegen Widerstände an die Spitze gelangten und neue Themen setzten. Auch Renate Schmidt, SPD-Politikerin aus Nürnberg und ehemalige Bundesfamilienministerin, hat sich durchgesetzt und mit ihrer Pragmatik in der Bundespolitik (seinerzeit unter Kanzler Schröder) ihren Platz gefunden. Sie wird von ihren eigenen Erfahrungen berichten.  

Moderation: Katharina Erlenwein

Einlass ab 17.30 Uhr, Beginn 19 Uhr

Helmut Böttiger: Die Jahre der wahren Empfindung. Lesung und Gespräch

Mittwoch, 6. Juli 2022, 19.00 Uhr

 

 

 Die 70er Jahre waren bunt, innovativ und eine wilde Blütezeit der deutschen Literatur

Nach seinem preisgekrönten Bestseller „Die Gruppe 47“ erkundet der bekannte Literaturkritiker Helmut Böttiger jetzt die Epoche danach. Wer die 70er Jahre bislang als ein langweiliges Jahrzehnt in der deutschen Literatur wahrgenommen hat, wird hier eines Besseren belehrt. Die Zeit nach ´68 war eine des Aufbruchs mit Underground-Literaturzeitschriften, linken Verlagen, alternativen Buchhandlungen und feministischen Bestsellern wie Verena Steffens „Häutungen“ oder Karin Strucks „Klassenliebe“. Vieles davon längst vergessen. Doch geblieben sind Meisterwerke wie Uwe Johnsons „Jahrestage“, Ingeborg Bachmanns „Malina“, Arno Schmidts „Zettel‘s Traum“ oder Heinrich Bölls „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“. Eine spannende, kluge und süffig zu lesende Zeitreise in die wilde Blütezeit der deutschen Literatur.

Moderation: Dirk Kruse

ENTFÄLLT: Marente de Moor: „Phon“. Lesung und Gespräch

Mittwoch, 13. Juli 2022, 19 Uhr

Liebe Literaturhaus-Besucher und -Besucherinnen,

die Lesung von Marente de Moor muss leider entfallen. Wer schon Karten gebucht hat, bekommt diese zurückerstattet. Wir bitten um Verständnis.

Ihr Literaturhaus-Team

 

Die russische Wildnis als Metapher für ein Land im Umbruch

In ihrem raffinierten neuen Buch verknüpft die Niederländerin Marente de Moor unseren mystifizierenden, zugleich zerstörerischen Umgang mit der Natur mit einem Gegenwartsroman über die jüngste russische Geschichte: Ein Wissenschaftlerpaar zieht 1984 in die Wildnis Westrusslands und gründet eine Forschungsstation. Jahre später pflegt Nadja ihren Mann, der sein Gedächtnis verliert. Dazwischen liegen Glasnost, Perestroika und Putins Aufstieg – auch er einer, der sich gern in der Natur inszeniert. Wie wollen wir uns die Natur untertan machen? Wie gehen wir mit ihren Gegenschlägen um? Nadjas Geschichte ist eine raffinierte Mischung aus Natursehnsucht, der Katastrophe des Artensterbens und dem familiären Scheitern der Hauptfigur. Marente de Moor, lange Korrespondentin in St.Petersburg, inszeniert all das mit traumhaften Sequenzen.

Moderation: Katharina Erlenwein

Monika Helfer: "Löwenherz". Lesung und Gespräch

Donnerstag, 21. Juli 2022, 19.00 Uhr

Nach den Bestsellern „Die Bagage“ und „Vati“ beendet die große Österreicherin ihre Familien-Trilogie

Die eigene Familiengeschichte ist der Stoff, aus dem die 1947 im Bregenzer Wald geborene Monika Helfer für ihre jüngsten und bekanntesten Romane schöpft. Mit „Die Bagage“ gelang der Österreicherin vor zwei Jahren ein literarischer Bestseller. Die Geschichte über ihre in Armut lebenden Großeltern und ihre Mutter, die in dem österreichischen Dorf nur abwertend als Bagage genannt wurden, stand lange auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Ein großer Erfolg wurde im vergangenen Jahr auch der Nachfolgeroman über ihren Vater. „Vati“ ist keines der anklagenden Vaterbücher der 68er Generation, sondern ein mit zärtlichem Blick gezeichnetes Portrait eines vom Leben Versehrten. Mit „Löwenherz“, der Geschichte ihres Bruders Richard, der sich mit 30 Jahren das Leben nahm, schließt Monika Helfer ihre berührende Trilogie jetzt ab.

Moderation: Dirk Kruse

Einlass ab 17.30 Uhr, Beginn 19 Uhr

CSD zu Gast im Literaturhaus: Ralf Scharrer

Dienstag, 26. Juli 2022, 19 Uhr

Der Stalking-Roman von Ralf Scharrer ist ein Thriller, der unter die Haut geht: Sarah erlebt durch ein zwangloses sexuelles Abenteuer mit Max ihren größten Albtraum, der sie zu zerstören droht. Max lässt sie an ihren Grundsätzen zweifeln. Wie weit würde er gehen, um sie für sich zu beanspruchen und wie weit ist sie zu gehen bereit, um das eigene Leben zu schützen?
Ralf Scharrer, Schauspieler, Autor und Designer, ist in Schwabach geboren und lebt heute in Köln. In seinem Erfolgsroman setzt er sich mit dem Tabu-Thema "Stalking" auseinander. Er beschreibt spannend und mitreißend die Abwärtsspirale des Stalking und den mühsamen Weg zurück ins Leben.
In der von ihm gegründeten Selbsthilfegruppe in Köln setzt er sich aktiv für die Opfer ein.

Eine Veranstaltung des Fördervereins CSD Nürnberg e.V.

Uffa Jensen: Ein antisemitische Doppelmord

Dienstag, 4. Oktober 2022, 19.30 – 21.00 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) ; Stadtbibliothek Erlangen

Die vergessene Geschichte des Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik.
In Kooperation mit der Stadtbibliothek Erlangen und dem Büro für Chancengleichheit und Vielfalt der Stadt Erlangen. Der Eintritt ist frei, eine Reservierung nicht erforderlich.
Grußwort: Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen.

Am 19. Dezember 1980 wurden Shlomo Lewin, der ehemalige Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Nürnberg, und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke in
ihrem Haus in Erlangen von einem Neonazi erschossen. Ein Straßenschild – „Lewin-Poeschke-Anlage“ nahe ihrem Wohnsitz - erinnert an den
Mordanschlag. Uffa Jensen, Professor für Geschichte und stellvertretender Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin, hat in seinem neuen
Buch die Tat und ihre Hintergründe rekonstruiert. Statt den Spuren nachzugehen, die zur rechtsextremistischen „Wehrsportgruppe Hoffmann“  führten, hatten sich die Ermittler seinerzeit lange auf das Umfeld Lewins konzentriert. Doch die genauen Umstände der Bluttat blieben ungeklärt. Der Täter, ein Mitglied der Wehrsportgruppe, setzte sich damals ins Ausland ab. Kaum ein zeitgeschichtlich bedeutendes Ereignis wurde so aggressiv vergessen  wie dieser antisemitische Doppelmord, sagt der Autor.

ACHTUNG: Die Lesung findet im Innenhof der Stadtbibliothek Erlangen statt. 

Adresse: Marktplatz 1, 91054 Erlangen, Telefon 0 91 31 / 86-22 82

Moderation: Dr. Susanne Stemmler

Andrej Kurkow: „Samson und Nadjeschda“

Montag, 10.10.2022, 19 Uhr

Der ukrainische Autor mit einem Roman aus der Zeit der Russischen Revolution und seinem Kriegstagebuch.

Andrej Kurkow ist der in Deutschland bekannteste Schriftsteller aus der Ukraine. Seine Romane haben uns sein Land vorgestellt, mit fesselnder Lust am Erzählen und dem Blick auf die historischen Verwerfungen, unter denen immer die einfachen Leute zu leiden haben. Seit die Ukraine von Russland bombardiert wird, hat der fließend Deutsch sprechende Autor sich auf Tagebuch-Essays zur Lage im Land konzentriert. Die sind nun zeitgleich mit der Übersetzung seines letzten Romans auf Deutsch erschienen. Sowohl „Die Vermessung des Krieges“ als auch „Samson und Nadjeschda“ wird er in Nürnberg vorstellen.

Moderation: Katharina Erlenwein

Robert Menasse: "Die Erweiterung"

Mittwoch, 2. November 2022, 19 Uhr

Der neue EU-Roman nach dem Erfolg „Die Hauptstadt“

Mit dem satirischen Roman „Die Hauptstadt“ landete der österreichische Erzähler und Essayist Robert Menasse vor fünf Jahren einen richtigen Coup. Er gilt als weltweit erster Roman über die Europäische Union, wurde mit dem Deutschen Buchpreis für den besten Roman des Jahres 2017 ausgezeichnet und ein echter Bestseller. Fünf Jahre hat es gedauert bis neue, druckfrische Roman „Die Erweiterung“ fertig war. Wieder ein Roman mit einem europäischen Thema, mit politischen und persönlichen Konflikten. Schon mit bedeutenden Gegenwartsromanen wie „Sinnliche Gewissheit“ (1988), „Selige Zeiten, brüchige Welt“ (1991) oder „Die Vertreibung aus der Hölle“ (2001) hat der 1954 in Wien geborene Robert Menasse bewiesen, dass er ein eminent politischer Erzähler von europäischem Rang ist. Zudem gilt er, wie seine jüngere Schwester Eva Menasse, als streitlustiger und messerscharf analysierender Intellektueller.

Moderation: Katharina Erlenwein

Einlass 17.30 Uhr, Beginn 19 Uhr.

Volker Kutscher: Transatlantik. Der neue Gereon-Rath-Roman

Dienstag, 8. November 2021, 19.00 Uhr

Mit dem Zeppelin-Absturz geht die Babylon-Berlin-Reihe fulminant zu Ende

Volker Kutscher ist einer der erfolgreichsten Krimiautoren Deutschlands. Über 2,5 Millionen Romane haben sich von seiner historischen Gereon-Rath-Reihe bislang verkauft. Wie der Kölner Kommissar im Berlin der späten Weimarer Republik und des Nationalsozialismus Verbrechen aufklärt und sich zunehmend in die Zeitläufte verstrickt, ist ebenso spannend wie lehrreich zu lesen. Und die international erfolgreiche Verfilmung der ersten Romane als TV-Serie unter dem Titel „Babylon Berlin“ hat den Triumph von Kutschers Romanen noch zusätzlich befördert. Was vor 15 Jahren mit „Der nasse Fisch“ begann wird nun mit dem neunten Roman der Reihe „Transatlantik“ mit Knalleffekt beendet.

Moderation: Dirk Kruse

Einlass 17.30 Uhr, Beginn 19 Uhr

Dörte Hansen: "Zur See"

Mittwoch, 16. November 2022, 19 Uhr

Nach „Altes Land“ und „Mittagsstunde“ der neue Beststeller von Dörte Hansen

Woher kommt unsere Liebe zum Meer und die Sehnsucht nach einer Insel? Die in Husum geborene und an der Nordseeküste lebende
Bestsellerautoren Dörte Hansen versucht das in ihrem lang erwarteten dritten Roman zu beantworten. Familie Sander lebt seit 300 Jahren auf
einer kleinen Nordseeinsel. Doch jetzt häufen sich die Probleme. Schwere Stürme und Touristenströme bedrohen die Insel und ihre Kultur.
Im Laufe eines Jahres verändert sich das Leben der Familie von Grund auf, erst kaum spürbar, dann mit voller Wucht. Klug und mit großer Wärme erzählt Dörte Hansen vom Wandel einer Inselwelt, von alten Gesetzen, die ihre Gültigkeit verlieren, und von Aufbruch und Befreiung.

Moderation: Dirk Kruse

Jenny von Sperber: „Fritz, der Gorilla“

Dienstag, 22. November 2022, 19 Uhr

Die Autorin im Gespräch mit Tiergartendirektor Dag Encke über Menschenaffenhaltung


Fritz, der älteste Gorilla Europas, war so etwas wie der Star des Nürnberger Tiergartens. Auch wenn er am 20. August 2018 im Alter von 55 Jahren starb,
erinnern sich noch immer viele Zoobesucher an den charismatischen Gorilla-Chef. Die Wissenschaftsjournalistin Jenny von Sperber hat jetzt das Buch "Fritz, der Gorilla. Biografie eines faszinierenden Menschenaffen" über diesen Silberrücken geschrieben. Dabei erzählt sie auch die wechselvolle Geschichte der Primaten- Zootierhaltung. Nach ihrer Lesung wird sie mit dem Nürnberger Tiergartendirektor Dag Encke über das Thema sprechen.

Moderation: Dr. Susanne Stemmler

Kristina Pfister: Ein unendlich kurzer Sommer

Donnerstag, 08. Dezember 2022, 19 Uhr

Ein bezaubernder Sommerroman, der auch Licht und Wärme in den Winter bringt.

Im Jahr 2017 überraschte die in Bamberg geborene und in Nürnberg lebende Autorin
Kristina Pfister mit ihrem vielversprechenden Debütroman "Die Kunst einen
Dinosaurier zu falten". Darin ging es um eine Freundschaft zweier sehr ungleicher
Studentinnen. Fünf Jahre hat es gedauert, bis ihr neuer Roman "Ein unendlich kurzer
Sommer" herauskam. Schauplatz ist ein alter, heruntergekommener Campingplatz
irgendwo in der deutschen Provinz. Dort treffen drei sehr unterschiedliche
Charaktere aufeinander und es entsteht ein dichter Roman über Verlust und
Freundschaft, Liebe und Tod.

Moderation: Dr. Susanne Stemmler

Simone Buchholz: „Unsterblich sind nur die anderen“ - Lesung und Gespräch

Dienstag, 10. Januar, 19 Uhr

Die deutsche Queen des harten, literarischen Krimis mit ihrem neuen Publikumserfolg

„Wenn James Joyce und Bruce Willis eine gemeinsame literarische Tochter hätten, hieße sie Simone Buchholz“, findet der Bayerische Rundfunk. Mit preisgekrönten Kriminalromanen wie "Blaue Nacht", "Beton Rouge" oder "Mexikoring" um die schnodderige, toughe Hamburger Staatsanwältin Chastity Riley ist Simone Buchholz berühmt geworden. Jetzt hat die deutsche Queen of Crime der Generation nach Ingrid Noll einen Solitär geschrieben. In "Unsterblich sind nur die anderen" verschwinden drei Männer auf dem Weg nach Island. Und zwei Frauen machen sich auf den gefährlichen Weg über den Nordatlantik, um sie zu suchen. Messerscharfe Dialoge, schnelle Schnitte und Hochspannung zeichnen diesen Krimi aus.

Moderation: Dirk Kruse

Einlass 17.30 Uhr

Lucas Fassnacht: „Tartarus“ - Lesung und Gespräch

Mittwoch, 15. Februar 2023, 19 Uhr

Wenn Wissen tödlich ist…

Ein exzentrischer Milliardär will im Alleingang mit genetisch fragwürdigen Mitteln den Hunger besiegen. Eine investigative Journalistin stirbt - und ein mysteriöses Projekt namens Tartarus ruft internationale Geheimdienste auf den Plan. Doktorand Leon Gärtner, der gerade eine neue Stelle an einem Top-Institut für genetische Forschung in Zürich angenommen hat, gerät zwischen sämtliche Fronten. Er muss sich entscheiden, wem er glaubt, obwohl er am Ende nicht weiß, wem er noch trauen kann. Verliert er den Glauben an die Wissenschaft? „Je beklemmender die Welt wird, desto mehr brenne ich für meine Thriller“, sagt der in Nürnberg lebende Autor und Poetry-Slammer Lucas Fassnacht – und er rät seiner Leserschaft: „Nehmen Sie Tartarus zur Hand, fürchten Sie sich und lassen Sie sich überraschen.“

Moderation: Dr. Susanne Stemmler

Einlass 17.30 Uhr

Der Lyriker Raoul Schrott.

Raoul Schrott: Inventur des Sommers - Lesung und Gespräch

Mittwoch, 19. April 2023, 19.00 Uhr, Einlass 17.30 Uhr

Ein Weltreisender im Lockdown. Der österreichische Poet Raoul Schrott sinniert über das Abwesende

Lockdown und Krieg haben große Lücken in unsere Gegenwart gerissen. Raoul Schrotts formensprengende Gedankengedichte erkunden, wie sehr unser Denken, Handeln und Fühlen vom Abwesenden geprägt ist. Vermag es die Poesie, das Verlorengegangene wiederzubringen? Was bleibt und was lassen wir zurück, wenn wir gehen? Kunstvoll, klug und sinnlich führt „Inventur des Sommers“ ein buntes Kaleidoskop jener zersprungenen Momente vor Augen, die unser Leben ausmachen – ob zu Hause, im Zeitgeschehen, in wahren Geschichten, Totenreden oder Jubelfeiern.

Moderation: Dirk Kruse

Bernd Siegler: Heulen mit den Wölfen – Der 1. FC Nürnberg und der Ausschluss seiner jüdischen  Mitglieder - Lesung und Gespräch

Dienstag, 25. April 2023, 19 Uhr, Einlass 17.30 Uhr

In Kooperation mit der Deutschen Akademie für Fußballkultur Nürnberg

In einem ungenutzten Keller auf dem Vereinsgelände des 1. FC Nürnberg wurde die Mitgliederkartei der Jahre 1928 bis 1955 gefunden, die bislang als verschollen galt. Sie wurde dem Nürnberger Autor und Journalist Bernd Siegler übergeben, der sich seit Jahrzehnten der Geschichte „seines“ Vereins,  des 1. FC Nürnberg widmet und bereits zahlreiche Bücher über ihn verfasst hat.  Unter den rund 12.000 Karteikarten fand Siegler die Namen der 142 jüdischen Club-Mitglieder, die im April 1933 – aus antisemitischen Gründen und im vorauseilenden Gehorsam gegenüber den national­sozialistischen Machthabern – aus dem Verein verstoßen wurden. Bernd Siegler hat ihre Biografien recherchiert und sie in den Mittelpunkt dieses Buches gestellt. Sie erhalten damit erstmals nicht nur einen Namen, sondern auch eine Geschichte und ein Gesicht.  Das Buch handelt aber auch von den Tätern von damals und wie sie nach 1945 wieder an einflussreicher Stelle wirken konnten. Es geht um den Umgang des Vereins mit der eigenen Geschichte sowie den immer noch virulenten Antisemitismus im Fußball.

Moderation: Birgitt Glöckl, Deutsche Akademie für Fußballkultur Nürnberg

Nino Haratischwili. Foto: G2 Baraniak

Verleihung des Gisela-Elsner-Preises an Nino Haratischwili

Dienstag, 02. Mai 2023, 19 Uhr, Einlass 17.30 Uhr

 Preisverleihung, Lesung und Gespräch

 Zum zweiten Mal vergibt der Literaturhaus Nürnberg e.V. den mit 10.000 Euro dotierten Gisela-Elsner-Preis. Ihn erhält die 1983 in Georgien geborene, seit 2003 in Deutschland lebende Schriftstellerin Nino Haratischwili.

Die 39-jährige Autorin hat eine ganz eigene, kraftvoll-poetische Sprache entwickelt und in den Krisen mittel- und osteuropäischer Länder ihr Thema gefunden. Haratischwilis Romane handeln von Zeiten des Umbruchs und des Zusammenbruchs politischer und sozialer Systeme – beispielhaft dargestellt an ihrem Heimatland Georgien. Mit ihrem Roman „Das achte Leben – Für Brilka“ gelang Haratischwili endgültig der Durchbruch als Autorin, neben erzählender Prosa schreibt sie zahlreiche Bühnenstücke. „Es gelingt der Autorin nicht nur, die georgische Geschichte als Teil europäischer Geschichte darzustellen, sondern auch die europäische Qualität georgischer Literatur und Kultur in ihren Werken zu vermitteln. Es ist die Verbindung von Einzelschicksalen mit der Darstellung historischer Umstände, die Haratischwilis Texten angesichts des Angriffskriegs auf die Ukraine eine Aktualität verleiht, die so kaum eine andere literarische Stimme bietet“, heißt es in der Jurybegründung. Am 2. Mai wird Haratischwili auch ihren aktuellen Roman „Das mangelnde Licht“ im Literaturhaus vorstellen. Darin erzählt sie von vier Freundinnen, die sich nach Jahrzehnten wiedertreffen und auf ihre Jugend in Georgien zurückblicken.

PD Dr. Christine Künzel, Vorsitzende der Gisela-Elsner-Gesellschaft, wird die Laudatio halten.

Moderation: Katharina Erlenwein

Ulrike Draesner. Foto: Dominik Butzmann

Ulrike Draesner: Die Verwandelten - Lesung und Gespräch -VERSCHOBEN AUF 1. JUNI!

Montag, 15. Mai 2023, 19 Uhr, Einlass 17.30 Uhr

 Diesmal beschreibt Ulrike Draesner Krieg, Flucht und ihre Folgen aus weiblicher Sicht

ACHTUNG: Wegen des bundesweiten Bahnstreiks mussten wir die Lesung verschieben auf 1. Juni. Dies gilt auch nach Absage des Streiks, die Bahn-Verbindungen am Montag sind leider nicht gesichert. Gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit. Wer am 1. Juni nicht kommen kann, erhält sein Geld zurück.  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Ulrike Draesner ist Romanautorin, Lyrikerin, Essayistin und eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen der Gegenwart. In ihrem neuen Buch „Die Verwandelten“, das von der Kritik hochgelobt wird, folgt sie den Spuren unterschiedlicher Frauenfiguren durch das 20. Jahrhundert, ein Jahrhundert der Kriege und Verluste, der Gewalt und der Suche nach innerer Ruhe. Eine Anwältin erbt unverhofft eine Wohnung in Wrocław – und entdeckt einen polnischen Familienzweig. Eine junge Frau rekonstruiert ihre Herkunft aus einem Lebensborn-Heim. Eine andere irrt 1945 durch das zerstörte Deutschland und liebt insgeheim Frauen. Eine Nationalsozialistin gibt anderen Erziehungsratschläge und schweigt doch über ihren eigenen, großen Verlust. – Ulrike Draesner beleuchtet den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen aus weiblicher Sicht, quer durch mehrere Generationen. Sie zeigt, was Gewalt und Vertreibung mit Menschen machen und wie sie doch alle miteinander verbunden sind.

Moderation: Dirk Kruse

Louise Diekhoff. Foto: goodfeelography

Luise Diekhoff: Gezeitenkinder - Lesung und Gespräch

Donnerstag, 25. Mai 2023, 19 Uhr, Einlass 17.30 Uhr

Düsterer Blick in die Geschichte: Schwarze Pädagogik im Kinderheim

Ein Kindererholungsheim auf der Insel Norderney Anfang der 1960er Jahre. Die junge Hanna fängt dort voller Idealismus als Pflegerin an. Doch das Heim wird mit harter Hand geführt und nicht nur die Kinder, sondern auch Hanna werden von der strengen Oberschwester drangsaliert. Herzlos führt sie die Aufsicht über die kranken Kinder. Auf der Suche nach den Gründen stößt die junge Pflegerin auf die dunkle Geschichte des Heims. Welche Konsequenzen haben ihre Erkenntnisse nun für ihre Arbeit und ihr Leben? Die in der fränkischen Schweiz aufgewachsene Autorin hat einen ganz persönlichen Bezug zu Norderney: Ihre Mutter arbeitete dort in den Sechzigerjahren in einem Kindererholungsheim und half mit ihren Berichten bei der Recherche.

Moderation: Dr. Susanne Stemmler

Ulrike Draesner. Foto: Dominik Butzmann

Ulrike Draesner: Die Verwandelten - Nachholtermin

Donnerstag, 1. Juni 2023

 Diesmal beschreibt Ulrike Draesner Krieg, Flucht und ihre Folgen aus weiblicher Sicht

Nacholtermin für die für den 15. Mai geplante Lesung

Ulrike Draesner ist Romanautorin, Lyrikerin, Essayistin und eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen der Gegenwart. In ihrem neuen Buch „Die Verwandelten“, das von der Kritik hochgelobt wird, folgt sie den Spuren unterschiedlicher Frauenfiguren durch das 20. Jahrhundert, ein Jahrhundert der Kriege und Verluste, der Gewalt und der Suche nach innerer Ruhe. Eine Anwältin erbt unverhofft eine Wohnung in Wrocław – und entdeckt einen polnischen Familienzweig. Eine junge Frau rekonstruiert ihre Herkunft aus einem Lebensborn-Heim. Eine andere irrt 1945 durch das zerstörte Deutschland und liebt insgeheim Frauen. Eine Nationalsozialistin gibt anderen Erziehungsratschläge und schweigt doch über ihren eigenen, großen Verlust. – Ulrike Draesner beleuchtet den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen aus weiblicher Sicht, quer durch mehrere Generationen. Sie zeigt, was Gewalt und Vertreibung mit Menschen machen und wie sie doch alle miteinander verbunden sind.

Moderation: Dirk Kruse

Peter Stamm: In einer dunkelblauen Stunde - Lesung und Gespräch  

Mittwoch, 07. Juni 2023, 19.00 Uhr, Einlass 17.30 Uhr

Der Schweizer Bestsellerautor mit einem virtuosen autofiktionalen Roman

Mit seinem Debütroman „Agnes“, der heute Schullektüre ist, und seiner Erzählsammlung „Blitzeis“, schrieb sich Peter Stamm Ende der 90er Jahre in die Herzen der Leser und Kritiker. Heute umfasst das Werk des vielfach preisgekrönten Schweizer Schriftstellers neun Romane, fünf Erzählbände, Theaterstücke und Essays und wurde in rund 40 Sprachen übersetzt. Eigentlich gilt Peter Stamm als der große Melancholiker der deutschsprachigen Literatur, doch in seinem neuen Roman „In einer dunkelblauen Stunde“ spielt auch Humor eine große Rolle. „So gut war Peter Stamm noch nie“, urteilt Rezensent Roman Bucheli, „und vor allem auch: so witzig.“

Moderation: Katharina Erlenwein

Sven Stricker. Foto: Magdalena Höfner

Sven Stricker: Sörensen sieht Land - Lesung und Gespräch

Montag, 26. Juni 2023, 19.00 Uhr, Einlass 17.30 Uhr

Der neue Sörensen - Kult-Kommissar mit Angststörung und lakonischem Humor

„Mit Sörensen wird man gerne nass, weil der Humor trocken bleibt. Spannend ist das alles auch noch“, sagt der Schauspieler Bjarne Mädel über den norddeutschen Kommissar, den Sven Stricker erfunden hat. Die kongeniale Verfilmung des ersten Krimis „Sörensen hat Angst“ mit Bjarne Mädel wurde mit gleich drei Grimme-Preisen ausgezeichnet. Im Januar wurden die Dreharbeiten zum zweiten Krimi „Sörensen fängt Feuer“ abgeschlossen. Derweil legt Sven Stricker seinen druckfrischen vierten Krimi vor: „Sörensen sieht Land“.

Moderation: Dirk Kruse

Autor Jörg Thadeusz

Jörg Thadeusz: Steinhammer - Lesung und Gespräch

Montag, 3. Juli 2023, 19 Uhr, Einlass 17.30 Uhr

 Eine Familiengeschichte im Ruhrpott der Nachkriegszeit

Dortmund in der Nachkriegszeit: Das bedeutet Armut, Kriegstraumata und wenig Hoffnung auf eine rosige Zukunft. Doch drei Jugendliche kämpfen um einen besseren Platz im Leben. Edgar wächst bei seiner Mutter und seinem Onkel auf – der Vater ist im Krieg gefallen. Der Junge soll später den Friseurladen übernehmen oder bei schlechtem Betragen im Bergbau arbeiten. Er, seine Jugendliebe Nelly und sein bester Freund Jürgen – sie alle haben genug von der ärmlichen Enge. Als Edgar die Möglichkeit bekommt, Schaufensterdekorateur zu lernen und Förderer findet, öffnet sich die Tür zur Düsseldorfer Künstlerszene. Der Roman über einen Aufsteiger, der mit seiner Herkunft bricht und sie doch nie ganz loswird, lehnt sich an das Leben des Malers Norbert Tadeusz an, der es zum Meisterschüler von Joseph Beuys und zum Kunstprofessor brachte. Jörg Thadeusz, Radiojournalist, Fernsehmoderator und Autor, hat dem Roman seine Familiengeschichte zugrunde gelegt.

Moderation: Dr. Susanne Stemmler

Toolkit für Schreibwettbewerbe – Workshop für junge Schreibende bis 30 Jahre mit Pauline Füg und Michi Malcherek

Sonntag, der 16. Juli 2023, 11.30-18 Uhr.

So fasst man Fuß in der Literaturszene

Schreibwettbewerbe sind wichtig für Vernetzung und Austausch von Autor:innen. Gerade als junge:r Autor:in öffnen Wettbewerbe Türen. Noch Jahre später profitieren Teilnehmende vom Netzwerk, das sie dadurch aufbauen. Pauline Füg und Michi Malcherek sind selber Autor:innen und leiten seit vielen Jahren Schreibwerkstätten. Immer wieder sitzen sie in Jurys von Schreibwettbewerben, z.B. beim Fränkischen Preis für junge Literatur. Ihr Wissen, wo man passende Schreibwettbewerbe überhaupt findet und wie die perfekten Bewerbungsunterlagen aussehen sollten, geben sie in diesem Kurs weiter. Außerdem versorgen sie alle Teilnehmenden mit Tipps und Tricks sowie Hintergrundinfos aus der (fränkischen) Literaturszene.

Matthias Egersdörfer und Lothar Gröschel

Matthias Egersdörfer und Lothar Gröschel: Das Lachen des Grünspechts - Musikalische Lesung

Dienstag, 26. September 2023, 19.00 Uhr, Einlass 17.30 Uhr

Buchpremiere: Absurde Geschichten aus der fränkischen Provinz

Auch wenn der Ruf des Grünspechts wie ein Lachen klingt, darf man hier kein ornithologisches Fachbuch erwarten, sondern ein humorvolles Geschichtenbuch. Der Fürther Kabarettist Matthias Egersdörfer und seine Bandkollege Lothar Gröschel haben sogar das komischste Buch über Franken geschrieben seit Eckhard Henscheids Mittelteil der „Trilogie des laufenden Schwachsinns“. Die „höchst abenteuerliche Geschichte über Freundschaft, Kunst und Wahnsinn in der fränkischen Provinz“ erzählt von den Anfängen der legendären Boyband „Fast zu Fürth“, mit der Egersdörfer und Gröschel noch heute auf Tour gehen. Ihre Musik ist eine widerborstige Mischung aus Volksmusik und Pop, Wortakrobatik und derben Spottgesängen. Und dieses Buch ist das auch irgendwie.

Moderation: Dirk Kruse

Karten 12.50 Euro, ermäßigt 6.50 Euro

Mathijs Deen

Mathijs Deen: Der Taucher - Lesung und Gespräch

Mittwoch, 4. Oktober 2023, 19 Uhr, Einlass ab 17.30 Uhr

Der neue literarische Küstenkrimi  nach dem hochgelobten Debüt „Der Holländer“

Vor der Nordseeinsel Amrum stößt ein niederländisches Bergungsschiff auf ein lang verschollenes Wrack. Das hat nicht nur Kupfer im Wert von einer Million Euro an Bord, sondern auch eine Leiche: Ein toter Taucher ist mit Handschellen an das Wrack gekettet. Kommissar Cupido, gebürtiger Deutscher, aber auf Texel in den Niederlanden aufgewachsen und darum „der Holländer“ genannt, glaubt an einen Racheakt. Je näher er dem Täter kommt, desto mehr wird er in einen Fall verwickelt, in dem Väter und Söhne versuchen, einander zu beschützen, bis zum Äußersten.

Moderation: Dirk Kruse

Karten 12.50 Euro, ermäßigt 6.50 Euro

Oliver Mayer-Rüth

Oliver Mayer-Rüth: „Der Allmächtige? Die Türkei von Erdoğans Gnaden“ - Sonntagsmatinée

Sonntag, 15. Oktober 2023, 11 Uhr

Der ARD-Korrespondent zum 100. Geburtstag der modernen Türkei

2023 feiert die Türkei ihren 100. Geburtstag. Ende Mai hat Recep Tayyip Erdoğan nach einer Stichwahl seine Präsidentschaft erneuern können. Die knappe Mehrheit aller Türken hat für ihn gestimmt. Das Buch „Der Allmächtige?“ entstand vor den Wahlen. Der Autor sah aber voraus, dass Erdoğan trotz einer daniederliegenden Wirtschaft gewinnen würde. Das Buch durchleuchtet sein skrupelloses Vorgehen seit dem Putschversuch 2016: Menschenrechtsverletzungen und Beschneidungen der Pressefreiheit sind an der Tagesordnung. Im Lichte zahlreicher persönlicher Erlebnisse und politischer Ereignisse schildert ARD-Korrespondent Oliver Mayer-Rüth, in Erlangen geboren, den Weg der heutigen Erdoğan-Türkei und macht klar, welche riesigen Kollateralschäden der autoritäre Staatschef in Kauf nimmt, um seinen Palast in Ankara nie wieder verlassen zu müssen.

Moderation: Dr. Susanne Stemmler

Karten 12.50 Euro, ermäßigt 6.50 Euro

Judith Hermann

Judith Hermann: „Wir hätten uns alles gesagt“. - Lesung und Gespräch

Dienstag, 24. Oktober 2023, 19 Uhr, Einlass 17.30 Uhr

Die Bestsellerautorin von „Sommerhaus, später“ über ihr Leben und Schreiben

Eigentlich sollte es die Frankfurter Poetikvorlesung von Judith Hermann werden, einer der renommiertesten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur. Doch es wurde unversehens eine sehr ehrliche, sehr feinfühlige autobiografische Erzählung: In „Wir hätten uns alles gesagt“ blickt Hermann auf eine Kindheit in unkonventionellen Verhältnissen, das geteilte Berlin, Familienbande und Wahlverwandtschaften, glückliche Sommer am Meer zurück. Judith Hermann spricht über das, was Schreiben und Leben zusammenhält und miteinander verbindet. Wo beginnt eine Geschichte und wo hört sie auf? Wie verlässlich ist unsere Erinnerung, wie nah sind unsere Träume an der Wirklichkeit? Und welche Rolle hat das Schweigen?

Moderation: Katharina Erlenwein

ACHTUNG: Es gibt nur noch Karten für die Live-Übertragung im 1. Stock zum ermäßigten Preis von 6,50 Euro. 

Terezia Mora

Terezia Mora: „Muna oder die Hälfte des Lebens“ - Lesung und Gespräch

Montag, 6. November 2023, 19 Uhr, Einlass 17.30 Uhr

Eine Liebe, in der das Gleichgewicht fehlt

In ihrem neuen großen Roman geht Georg-Büchner-Preisträgerin Terezia Mora einer Beziehung auf den Grund, die von Abhängigkeit geprägt ist. Muna liebt Magnus. Ob und wen Magnus liebt, ist schwer zu sagen. Als sie Magnus kennenlernt, steht Muna vor dem Abitur, der Französischlehrer und Fotograf fasziniert sie. Mit ihm verbringt sie eine Nacht. Mit dem Mauerfall verschwindet er urplötzlich. Erst sieben Jahre später begegnen sich die beiden wieder und werden ein Paar. Muna glaubt, in der Beziehung zu Magnus ihr Zuhause gefunden zu haben. Sie wird über Jahre emotional auf ihn fixiert sein, obwohl schon auf der ersten gemeinsamen Reise Risse in der Beziehung auftreten. Im Laufe der Jahre nehmen Kälte, Unberechenbarkeit und Gewalt immer nur zu. Doch Muna ist nicht gewillt aufzugeben.

Moderation: Katharina Erlenwein

Karten 12.50 Euro, ermäßigt 6.50 Euro

Thomas Brussig

Thomas Brussig: „Mats Hummels auf Parship“ ­ - Lesung und Gespräch

Montag, 20. November 2023, 19 Uhr, Einlass 17.30 Uhr

„Leben bis Männer“ geht weiter: Ein Trainer mutiert zum Wutbürger

Von Selbstzweifeln angekränkelt und introvertiert ist Brussigs Trainer nicht gerade, wenn er über die Parallelen zwischen Theater und Fußball schwadroniert, gleich mal Goethe und Shakespeare bemüht und über die Unterschiede zwischen Fußball und Tischtennis philosophiert. Ohnehin lässt er kein Thema aus, ob Corona-Impfungen, Frauenfußball, Sprachverbote oder die WM-Vergabe nach Katar. Selbst darüber, ob man gern einen Boateng zum Nachbarn hätte, sinniert er und stellt die Rettungstat, als der 2016 im Spiel gegen die Ukraine den Ball noch von der Linie spitzelte, in aktuelle Bezüge. „Ein Trainer muss brüllen können. Ich übrigens brülle nicht. Es sieht aus wie Brüllen, aber in Wirklichkeit ist es Denken, und zwar sehr leidenschaftliches Denken.“ Das als "Fußballbuch des Jahres" nominierte neue Buch von Thomas Brussig präsentieren wir in bewährter Kooperation mit der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur.

Moderation: Birgitt Glöckl, Deutschen Akademie für Fußball-Kultur

Karten 12.50 Euro, ermäßigt 6.50 Euro

Deborah Feldman

Deborah Feldman: „Judenfetisch“ - Lesung und Gespräch

Dienstag, 5. Dezember 2023, 19 Uhr

Jüdischsein: Ein Plädoyer für mehr Gemeinsamkeit

Was bedeutet „Jüdischsein” heute, fragt Deborah Feldman, Autorin des (auch verfilmten) Weltbestsellers „Unorthodox“ in ihrem neuen Buch „Judenfetisch“. Die Autorin - von Holocaust-Überlebenden in den USA erzogen und ausgerechnet nach Deutschland emigriert - setzt sich mit einem Begriff auseinander, der immer auch eine Zuschreibung, eine Begrenzung, eine Projektion ist, im Negativen wie im Positiven. Ihre Sicht auf ihr kulturelles Erbe und die damit verbundene Last beinhaltet auch das Bestreben, das Jüdischsein in etwas Größeres, Diverseres, Humaneres einzubinden. Es ist ein Plädoyer für mehr Gemeinsamkeit über Grenzen hinweg – und eine Ermutigung an all jene, die sich aus der Falle von Gruppenzwängen befreien wollen, um ihre Identität frei und selbstbestimmt zu definieren. Wir präsentieren die Lesung in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Franken.

Moderation: Daniela F. Eisenstein, Direktorin des Jüdischen Museums Franken

AUSKVERKAUFT! 

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Zoe Beck

Zoe Beck: Memoria -

Dienstag, 9. Januar 2024, 19 Uhr

 Die deutsche Thriller-Queen mit einer erschreckend aktuellen Zukunftsvision

Moderne Gebäudetechnik, die Bewohner in den Tod treibt wie in „Brixton Hill“. Drogenhandel als cleveres Startup mit Drohnenlieferung in „Die Lieferantin“. Oder der Terror einer möglichen Gesundheitsdiktatur in „Paradise City“. Zoe Beck schreibt die intelligentesten Science-Fiction-Thriller, findet Kritikerpapst Denis Scheck. Ihre Zukunftsvisionen sind nur ein Wimpernschlag entfernt davon Wirklichkeit zu werden. In Zoe Becks neuem, spannendem Thriller „Memoria“ geht es um die Zuverlässigkeit von Erinnerungen im Digitalzeitalter, wenn alle Quellen manipulierbar werden.

Moderation: Dirk Kruse

Jan Wagner

Jan Wagner: Steine & Erden

Mittwoch, 24. Januar 2024, 19.00 Uhr

Neue, hochgelobte Gedichte vom Büchner-Preisträger 

Jan Wagner hat 2015 das Kunststück vollbracht, mit seinem Lyrikband „Regentonnenvariationen“ den Preis der Leipziger Buchmesse zu gewinnen. Das war bislang nur Romanautoren gelungen. Der Gedichtband wurde daraufhin zum Bestseller. Zwei Jahre später erhielt Jan Wagner mit dem Georg-Büchner-Preis Deutschlands renommiertesten Literaturpreis. Jetzt hat der gebürtige Hamburger mit „Steine & Erden“ neue Gedichte vorgelegt, die vom gesamten Feuilleton gefeiert werden. „Traumwandlerisch sicher schafft dieser Dichter federleichte Gedichte, die schwer nachwirken“, urteilte etwa der WDR.

Moderation: Dirk Kruse

Florian Illies

Florian Illies: Zauber der Stille

Montag, 5. Februar 2024, 19 Uhr

250 Jahre Caspar David Friedrich. Ein Epochenportrait

ACHTUNG: DIE LESUNG IST AUSVERKAUFT

2024 markiert den 250. Geburtstag des bedeutendsten Malers der Romantik, Caspar David Friedrich. Er wurde von Rilke, Hitler und Walt Disney verehrt – und von Stalin oder den „68ern“ gehasst. Welchen Einfluss C. D. Friedrich, dessen Werke zu seinen Lebzeiten wenig Beachtung fanden, über die Epochen hatte, hat der Kunsthistoriker, Journalist und Autor Florian Illies spannend in seinem Buch „Zauber der Stille“ aufgearbeitet. Wenn er die abenteuerlichen Geschichten Caspar David Friedrichs so anschaulich vor uns ausbreitet, Mit seiner außergewöhnlichen Biografie kann man Vergangenheit plötzlich als Gegenwart erleben..

Florian Illies (Jahrgang 1971) gilt als großer Geschichten- und Geschichtserzähler, der in seinem mitreißenden und humorvollen Stil kurze Miniaturen zu großen historischen Panoramen und Epochenporträts verwebt. Mit seinem Welterfolg „1913. Der Sommer des Jahrhunderts“ begründete Illies ein neues Genre. Der ehemalige Feuilletonchef der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ leitete das Auktionshaus Grisebach und ist jetzt Mitherausgeber der „ZEIT“.

Moderation: Dr. Susanne Stemmler

Cover Herrndorf-Biografie

Tobias Rüther: Herrndorf. Eine Biografie

Montag, 19. Februar, 19 Uhr

Auf den Lebensspuren des Autors von „Tschick“, der in Nürnberg Kunst studiert hat

Wolfgang Herrndorf hat zuerst die Welt begeistert mit seinem Jugendroman „Tschick“, der in Theateradaptionen aufgeführt und schließlich von Fatih Akin verfilmt wurde. Auch seine Romane „Sand“ (Preis der Leipziger Buchmesse) und „Bilder einer großen Liebe“ fanden großes Echo. In seiner Strenge und gleichzeitigen Verletzlichkeit bewegend ist das Tagebuch seines Lebens mit todbringendem Hirntumor, das unter dem Titel „Arbeit und Struktur“ erschien. Der FAZ-Journalist Tobias Rüther hat dem eigenbrötlerischen Herrndorf, der in Nürnberg Malerei studiert hat und in seinem großen Berliner Freundeskreis eine Zweitfamilie fand, eine einfühlsame Biografie gewidmet.

Moderation: Katharina Erlenwein

Literaturhaus Nürnberg e.V
Luitpoldstraße 6 , 90402 Nürnberg

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