Literaturhaus Nürnberg e.V.

Luitpoldstraße 6
90402 Nürnberg
Telefon 0911 2342658

Programm des Literaturhaus e.V.

Blicke zurück und in die nahe Zukunft

Liebe Literaturbegeisterte,

wir starten ins Jahr 2024 mit gleich zwei Romanen, die in die nahe Zukunft blicken: Zoe Beck hat mit "Memoria" einen hochaktuellen Thriller geschrieben, der sich mit dem digital gesteuerten Leben in wenigen Jahren auseinandersetzt. Bov Bjerg geht die Sache humoristisch an: "Der Vorweiner" wird gemietet, damit das mit der Trauer in Zukunft auch erledigt ist. 

Einen Schritt zurück in der Zeit geht Tobias Rüther mit seiner einfühlsamen Biografie über den Maler und Schriftsteller Wolfgang Herrndorf. Florian Illies begibt sich in die Zeit der Empfindsamkeit, sein Buch über Caspar David Friedrich ist auch ein Epochenporträt. Dazwischen setzt sich Jan Wagner lyrisch mit der Gegenwart auseinander, Gerichtsreporterin Ursula März wendet sich den dunklen Seiten der Gesellschaft zu. Und schließlich präsentieren Marion Poschmann und Leonhard F. Seidl ihre Versionen von Nature Writing, also Schreiben über, mit und in der Natur.

Tickets können Sie unter dem jeweiligen Programmpunkt online kaufen (erst registrieren, dann das jeweilige Datum anklicken). Es gibt keine Abendkasse. Einlass ist immer ab 17.30 Uhr, die Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr. Das Restaurant im Literaturhaus ist wie immer durchgehend geöffnet und heißt Sie täglich willkommen. 

Ihr Programmteam des Literaturhaus Nürnberg e.V.

Autorin Ursula März

Ursula März: Verfehlungen und Verbrechen

Mittwoch, 6. März 2024, 19 Uhr

Geschichten aus Berliner Prozessen – eine Gerichtsreporterin erzählt

Die Aufgabe von Gerichtsreportern ist es, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, was vor Gericht geschieht und der Justiz so auch „auf die Finger zu schauen“. Kriminalität wird in den unterschiedlichsten Kreisen, aus den erstaunlichsten Motiven heraus und mit überraschendem Ausgang begangen, wie Ursula März in ihrem Buch „Verfehlungen und Verbrechen“, ihrer persönlichen Fallsammlung, beschreibt. Dabei kommt es der Autorin weniger auf die staatliche Maschinerie zur Herstellung von Gerechtigkeit an, als auf die Lebenswege und Schicksale der Menschen vor Gericht.

Die aus Franken stammende Literaturkritikerin und Journalistin Ursula März (Jahrgang 1957) hat als Gerichtsreporterin seit den 1990er-Jahren Prozesse aus fast allen Bezirken Berlins begleitet.

Moderation: Dr. Susanne Stemmler

Autor Bov Bjerg

Bov Bjerg: Der Vorweiner

Montag, 11. März 2024, 19 Uhr

Montag, 11. März 2024, 19 Uhr

Literaturhaus präsentiert

Bov Bjerg: Der Vorweiner

Ein amüsant-verstörender Blick auf die Welt von morgen

A wie Anna und B wie Berta leben in einer nahen Zukunft, in der Schnee nicht mehr und Regen kaum existiert, künstliche Intelligenz das Leben regelt und Rundum-Überwachung Alltag sind. Mutter und Tochter begegnen den Herausforderungen dieser Welt (und dem Verlust des Vaters) auf ganz unterschiedliche Art: Anna legt sich einen Trauergastarbeiter zu, Jan, der aus einem überfüllten Auffanglager mit dänischen, ghanaischen und niederländischen Flüchtlingen kommt. Tränen bringen Prestige, und nur wer über einen fähigen Vorweiner verfügt, um den wird am Ende überzeugend geweint. Zu echter Trauer ist ohnehin niemand mehr in der Lage. Bov Bjerd lässt die Tochter all dies erzählen, furios, komisch und ohne Mitleid.

"Ein raffiniertes Vexierspiel spiegelt unsere Gegenwart als unferne Zukunft einer barocken Vergangenheit und langt dabei ordentlich zu – von Sex mit einem Pizzakarton über diverse Morde an Menschen, Schnecken und einem Schwein“, schrieb die FAZ über „Der Vorweiner“. Bov Bjerg (bürgerlich Rolf Schmidt) ist als Schriftsteller bekannt geworden mit dem amüsanten WG-Roman „Auerhaus“, der auch verfilmt wurde. Der Autor war schon zuvor als Kabarettist erfolgreich. Zusammen mit Horst Evers und Manfred Maurenbrecher gewann er den Deutschen Kabarettpreis für ihr „Mittwochsfazit“.

Moderation: Katharina Erlenwein

Marion Poschmann

Marion Poschmann: Laubwerk & Nimbus - mit Leonhard F. Seidl

Dienstag, 26. März 2024, 19.00 Uhr

Sonderveranstaltung Nature Writing

Die neue Lust an der Naturbeschreibung. Auf Streifzug mit der Großmeisterin des Nature Writing

Die Erzählerin und Lyrikerin Marion Poschmann zählt zu den renommiertesten Autorinnen Deutschlands. Eine große Bedeutung für ihr vielfach preisgekröntes Werk („Die Sonnenposition“, „Die Kieferninsel“, „Nimbus“) hat das Nature Writing. Die Naturbeschreibung in literarischen und nicht-literarischen Texten erlebt gerade einen Boom und gilt in England schon immer als eigenes Genre. Marion Poschmann ist darin eine Großmeisterin. Keine schreibt schöner etwa über Stadtbäume oder Herbstlaub. Ihre Naturbeschreibungen sind ebenso genau wie poetisch. Mit dem Fürther Autor und Nature Writing-Experten Leonhard F. Seidl spricht Marion Poschmann über ihre Naturerfahrungen und liest Essays und Gedichte.

Moderation: Leonhard F. Seidl

Literaturhaus Nürnberg e.V
Luitpoldstraße 6 , 90402 Nürnberg

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