Literaturhaus Nürnberg e.V.

Luitpoldstraße 6
90402 Nürnberg
Telefon 0911 2342658

Programm des Literaturhaus e.V.

Literatur, die bewegt

Liebe Literaturbegeisterte,

das Frühjahrsprogramm nach der Corona-Zwangspause läuft auf vollen Touren, doch wir arbeiten schon längst an den Terminen für den Sommer und Herbst. Gäste sind unter anderen Lucy Fricke und Heike Specht, die zusammen mit der früheren Familienministerin Renate Schmidt über die ersten Frauen in wichtigen Ämtern spricht. Weitere Lesungen folgen. Informieren Sie sich hier über das aktuelle Programm, Tickets können Sie unter dem jeweiligen Programmpunkt online erwerben. Es gilt keine Maskenpflicht mehr in den Räumen des Literaturhauses. Da die Pandemie noch nicht zuende ist, freuen wir uns aber, wenn Sie Abstand halten und abseits Ihres Sitzplatzes eine Maske tragen - zum Schutz aller. Einlass ist immer ab 17.30 Uhr, die Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr. Das Restaurant im Literaturhaus ist übrigens durchgehend geöffnet und heißt Sie täglich willkommen. 

Ihr Programmteam des Literaturhaus Nürnberg e.V.

Lucy Fricke: „Die Diplomatin“. Lesung und Gespräch

Mittwoch, 1. Juni 2022, 19 Uhr

Hinter den Kulissen der Diplomatie

 Als Botschafterin in Paraguay kann sie den Mord an einer prominenten deutschen Touristin nicht verhindern, als Konsulin in der Türkei scheitert sie am Dickicht der Systeme: „Die Diplomatin“ lässt mit trockenem Humor und fantasievollen Details in den Alltag der deutschen Stellvertreter im Ausland blicken. Filz und Bequemlichkeit, Strippenzieher und Karrieristen im Hintergrund machen ihr das Leben schwer. Lucy Fricke, zuletzt für ihren Roman „Töchter“ hochgelobt, hat eine Frau mit Rückgrat entworfen, die in den Fallstricken der deutsch-türkischen Beziehungen beinahe scheitert.

Moderation: Katharina Erlenwein

Einlass 17.30 Uhr, Beginn 19 Uhr

Heike Specht: „Die Ersten ihrer Art“, mit der Autorin und Renate Schmidt, Bundesministerin a.D.

Montag 20. Juni 2022

Wie Frauen die Welt verändert haben

Margaret Thatcher, Angela Merkel, Kamala Harris: Drei Politikerinnen und starke Persönlichkeiten, die ihren Platz in einer Männerwelt eroberten und sie Stück für Stück veränderten. Die Historikerin, Literaturwissenschaftlerin und Autorin Heike Specht reist in ihrem Buch durch die Politikgeschichte und führt uns zu diesen und vielen anderen "Ersten ihrer Art". Sie zeigt, wie Frauen in den letzten hundert Jahren gegen Widerstände an die Spitze gelangten und neue Themen setzten. Auch Renate Schmidt, SPD-Politikerin aus Nürnberg und ehemalige Bundesfamilienministerin, hat sich durchgesetzt und mit ihrer Pragmatik in der Bundespolitik (seinerzeit unter Kanzler Schröder) ihren Platz gefunden. Sie wird von ihren eigenen Erfahrungen berichten.  

Moderation: Dr. Susanne Stemmler

Einlass ab 17.30 Uhr, Beginn 19 Uhr

Helmut Böttiger: Die Jahre der wahren Empfindung. Lesung und Gespräch

Mittwoch, 6. Juli 2022, 19.00 Uhr

 

 

 Die 70er Jahre waren bunt, innovativ und eine wilde Blütezeit der deutschen Literatur

Nach seinem preisgekrönten Bestseller „Die Gruppe 47“ erkundet der bekannte Literaturkritiker Helmut Böttiger jetzt die Epoche danach. Wer die 70er Jahre bislang als ein langweiliges Jahrzehnt in der deutschen Literatur wahrgenommen hat, wird hier eines Besseren belehrt. Die Zeit nach ´68 war eine des Aufbruchs mit Underground-Literaturzeitschriften, linken Verlagen, alternativen Buchhandlungen und feministischen Bestsellern wie Verena Steffens „Häutungen“ oder Karin Strucks „Klassenliebe“. Vieles davon längst vergessen. Doch geblieben sind Meisterwerke wie Uwe Johnsons „Jahrestage“, Ingeborg Bachmanns „Malina“, Arno Schmidts „Zettel‘s Traum“ oder Heinrich Bölls „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“. Eine spannende, kluge und süffig zu lesende Zeitreise in die wilde Blütezeit der deutschen Literatur.

Moderation: Dirk Kruse

Marente de Moor: „Phon“. Lesung und Gespräch

Mittwoch, 13. Juli 2022, 19 Uhr

Die russische Wildnis als Metapher für ein Land im Umbruch

In ihrem raffinierten neuen Buch verknüpft die Niederländerin Marente de Moor unseren mystifizierenden, zugleich zerstörerischen Umgang mit der Natur mit einem Gegenwartsroman über die jüngste russische Geschichte: Ein Wissenschaftlerpaar zieht 1984 in die Wildnis Westrusslands und gründet eine Forschungsstation. Jahre später pflegt Nadja ihren Mann, der sein Gedächtnis verliert. Dazwischen liegen Glasnost, Perestroika und Putins Aufstieg – auch er einer, der sich gern in der Natur inszeniert. Wie wollen wir uns die Natur untertan machen? Wie gehen wir mit ihren Gegenschlägen um? Nadjas Geschichte ist eine raffinierte Mischung aus Natursehnsucht, der Katastrophe des Artensterbens und dem familiären Scheitern der Hauptfigur. Marente de Moor, lange Korrespondentin in St.Petersburg, inszeniert all das mit traumhaften Sequenzen.

Moderation: Katharina Erlenwein

Monika Helfer: "Löwenherz". Lesung und Gespräch

Donnerstag, 21. Juli 2022, 19.00 Uhr

Nach den Bestsellern „Die Bagage“ und „Vati“ beendet die große Österreicherin ihre Familien-Trilogie

Die eigene Familiengeschichte ist der Stoff, aus dem die 1947 im Bregenzer Wald geborene Monika Helfer für ihre jüngsten und bekanntesten Romane schöpft. Mit „Die Bagage“ gelang der Österreicherin vor zwei Jahren ein literarischer Bestseller. Die Geschichte über ihre in Armut lebenden Großeltern und ihre Mutter, die in dem österreichischen Dorf nur abwertend als Bagage genannt wurden, stand lange auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Ein großer Erfolg wurde im vergangenen Jahr auch der Nachfolgeroman über ihren Vater. „Vati“ ist keines der anklagenden Vaterbücher der 68er Generation, sondern ein mit zärtlichem Blick gezeichnetes Portrait eines vom Leben Versehrten. Mit „Löwenherz“, der Geschichte ihres Bruders Richard, der sich mit 30 Jahren das Leben nahm, schließt Monika Helfer ihre berührende Trilogie jetzt ab.

Moderation: Dirk Kruse

Einlass ab 17.30 Uhr, Beginn 19 Uhr

Literaturhaus Nürnberg e.V
Luitpoldstraße 6 , 90402 Nürnberg

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