Literaturhaus Nürnberg e.V.

Luitpoldstraße 6
90402 Nürnberg
Telefon 0911 2342658

Programm des Literaturhaus e.V.

Literatur, die bewegt

Liebe Literaturbegeisterte,

ein erstes Halbjahr voller eindrucksvoller Gäste liegt hinter uns. Die Lesungen für den Herbst sind schon fast alle terminiert. Wir freuen uns auf Abende mit Andrej Kurkow, Robert Menasse, Volker Kutscher und Dörte Hansen. Weitere Veranstaltungen für Oktober bis Dezember 2022 folgen.  Informieren Sie sich hier über das aktuelle Programm. Tickets können Sie unter dem jeweiligen Programmpunkt online erwerben (erst registrieren, dann das jeweilige Datum anklicken). Es gilt keine Maskenpflicht mehr in den Räumen des Literaturhauses. Da die Pandemie noch nicht zuende ist, freuen wir uns aber, wenn Sie Abstand halten und abseits Ihres Sitzplatzes eine Maske tragen - zum Schutz aller. Einlass ist immer ab 17.30 Uhr, die Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr. Das Restaurant im Literaturhaus ist übrigens durchgehend geöffnet und heißt Sie täglich willkommen. 

Ihr Programmteam des Literaturhaus Nürnberg e.V.

Uffa Jensen: Ein antisemitische Doppelmord

Dienstag, 4. Oktober 2022, 19.30 – 21.00 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) ; Stadtbibliothek Erlangen

Die vergessene Geschichte des Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik.
In Kooperation mit der Stadtbibliothek Erlangen und dem Büro für Chancengleichheit und Vielfalt der Stadt Erlangen. Der Eintritt ist frei, eine Reservierung nicht erforderlich.
Grußwort: Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen.

Am 19. Dezember 1980 wurden Shlomo Lewin, der ehemalige Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Nürnberg, und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke in
ihrem Haus in Erlangen von einem Neonazi erschossen. Ein Straßenschild – „Lewin-Poeschke-Anlage“ nahe ihrem Wohnsitz - erinnert an den
Mordanschlag. Uffa Jensen, Professor für Geschichte und stellvertretender Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin, hat in seinem neuen
Buch die Tat und ihre Hintergründe rekonstruiert. Statt den Spuren nachzugehen, die zur rechtsextremistischen „Wehrsportgruppe Hoffmann“  führten, hatten sich die Ermittler seinerzeit lange auf das Umfeld Lewins konzentriert. Doch die genauen Umstände der Bluttat blieben ungeklärt. Der Täter, ein Mitglied der Wehrsportgruppe, setzte sich damals ins Ausland ab. Kaum ein zeitgeschichtlich bedeutendes Ereignis wurde so aggressiv vergessen  wie dieser antisemitische Doppelmord, sagt der Autor.

ACHTUNG: Die Lesung findet im Innenhof der Stadtbibliothek Erlangen statt. 

Adresse: Marktplatz 1, 91054 Erlangen, Telefon 0 91 31 / 86-22 82

Moderation: Dr. Susanne Stemmler

Im Oktober: Literaturhaus Nürnberg e.V. im Casablanca-Kino - Verabredung mit einem Dichter

Filmdokumentation über den Schrifsteller, Lyriker und Verleger Michael Krüger

Filmemacher Frank Wierke begleitet einen der bedeutendsten Verleger und Literaturvermittler Deutschlands: Michael Krüger. Doch Krüger versteht sich in erster Linie als Dichter. Der letzte Monat im Hanser-Verlag, den er über Jahrzehnte prägte, bis hin zu einer schicksalhaften Wendung seines Lebens durch eine lebensbedrohliche Krankheit; ein Einblick in das Leben eines vielseitigen und begabten Mannes, der die Herausforderungen des Lebens zu meistern versucht.

Moderation: Dirk Kruse.

Das genaue Datum erfahren Sie unter www.casablanca-nuernberg.de. Dort erhalten Sie auch Karten für die Veranstaltung.

 

Andrej Kurkow: „Samson und Nadjeschda“

Montag, 10.10.2022, 19 Uhr

Der ukrainische Autor mit einem Roman aus der Zeit der Russischen Revolution und seinem Kriegstagebuch.

Andrej Kurkow ist der in Deutschland bekannteste Schriftsteller aus der Ukraine. Seine Romane haben uns sein Land vorgestellt, mit fesselnder Lust am Erzählen und dem Blick auf die historischen Verwerfungen, unter denen immer die einfachen Leute zu leiden haben. Seit die Ukraine von Russland bombardiert wird, hat der fließend Deutsch sprechende Autor sich auf Tagebuch-Essays zur Lage im Land konzentriert. Die sind nun zeitgleich mit der Übersetzung seines letzten Romans auf Deutsch erschienen. Sowohl „Die Vermessung des Krieges“ als auch „Samson und Nadjeschda“ wird er in Nürnberg vorstellen.

Moderation: Katharina Erlenwein

Im November: Literaturhaus Nürnberg e.V. im Casablanca-Kino - Elfriede Jelinek - Die Sprache von der Leine lassen

Das Literaturhaus präsentiert ein Filmgespräch im Casablanca-Kino Nürnberg:

Elfriede Jelinek  gehört zu den renommiertesten und zugleich wohl umstrittensten Stimmen der Gegenwartsliteratur. Lange Jahre in Österreich als „Skandal-Autorin“ geschmäht, erhielt sie 2004 den Literatur-Nobelpreis für ihr Werk. Seitdem hat sich die 75-Jährige aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, schockiert von den negativen Reaktionen auf ihre Auszeichnung in der Heimat. Die Regisseurin Claudia Müller würdigt die scheue Künstlerin jetzt mit der Kinodoku „Die Sprache von der Leine lassen“, die beim Filmfest München Premiere feierte.

Moderation: Katharina Erlenwein

Der genaue Termin wird über www.casablanca-nuernberg.de demnächst bekannt gegeben. Dort erhalten Sie auch Karten für die Veranstaltung.

Robert Menasse: "Die Erweiterung"

Mittwoch, 2. November 2022, 19 Uhr

Der neue EU-Roman nach dem Erfolg „Die Hauptstadt“

Mit dem satirischen Roman „Die Hauptstadt“ landete der österreichische Erzähler und Essayist Robert Menasse vor fünf Jahren einen richtigen Coup. Er gilt als weltweit erster Roman über die Europäische Union, wurde mit dem Deutschen Buchpreis für den besten Roman des Jahres 2017 ausgezeichnet und ein echter Bestseller. Fünf Jahre hat es gedauert bis neue, druckfrische Roman „Die Erweiterung“ fertig war. Wieder ein Roman mit einem europäischen Thema, mit politischen und persönlichen Konflikten. Schon mit bedeutenden Gegenwartsromanen wie „Sinnliche Gewissheit“ (1988), „Selige Zeiten, brüchige Welt“ (1991) oder „Die Vertreibung aus der Hölle“ (2001) hat der 1954 in Wien geborene Robert Menasse bewiesen, dass er ein eminent politischer Erzähler von europäischem Rang ist. Zudem gilt er, wie seine jüngere Schwester Eva Menasse, als streitlustiger und messerscharf analysierender Intellektueller.

Moderation: Katharina Erlenwein

Einlass 17.30 Uhr, Beginn 19 Uhr.

Volker Kutscher: Transatlantik. Der neue Gereon-Rath-Roman

Dienstag, 8. November 2021, 19.00 Uhr

Mit dem Zeppelin-Absturz geht die Babylon-Berlin-Reihe fulminant zu Ende

Volker Kutscher ist einer der erfolgreichsten Krimiautoren Deutschlands. Über 2,5 Millionen Romane haben sich von seiner historischen Gereon-Rath-Reihe bislang verkauft. Wie der Kölner Kommissar im Berlin der späten Weimarer Republik und des Nationalsozialismus Verbrechen aufklärt und sich zunehmend in die Zeitläufte verstrickt, ist ebenso spannend wie lehrreich zu lesen. Und die international erfolgreiche Verfilmung der ersten Romane als TV-Serie unter dem Titel „Babylon Berlin“ hat den Triumph von Kutschers Romanen noch zusätzlich befördert. Was vor 15 Jahren mit „Der nasse Fisch“ begann wird nun mit dem neunten Roman der Reihe „Transatlantik“ mit Knalleffekt beendet.

Moderation: Dirk Kruse

Einlass 17.30 Uhr, Beginn 19 Uhr

Dörte Hansen: "Zur See"

Mittwoch, 16. November 2022, 19 Uhr

Nach „Altes Land“ und „Mittagsstunde“ der neue Beststeller von Dörte Hansen

Woher kommt unsere Liebe zum Meer und die Sehnsucht nach einer Insel? Die in Husum geborene und an der Nordseeküste lebende
Bestsellerautoren Dörte Hansen versucht das in ihrem lang erwarteten dritten Roman zu beantworten. Familie Sander lebt seit 300 Jahren auf
einer kleinen Nordseeinsel. Doch jetzt häufen sich die Probleme. Schwere Stürme und Touristenströme bedrohen die Insel und ihre Kultur.
Im Laufe eines Jahres verändert sich das Leben der Familie von Grund auf, erst kaum spürbar, dann mit voller Wucht. Klug und mit großer Wärme erzählt Dörte Hansen vom Wandel einer Inselwelt, von alten Gesetzen, die ihre Gültigkeit verlieren, und von Aufbruch und Befreiung.

Moderation: Dirk Kruse

Jenny von Sperber: „Fritz, der Gorilla“

Dienstag, 22. November 2022, 19 Uhr

Die Autorin im Gespräch mit Tiergartendirektor Dag Encke über Menschenaffenhaltung


Fritz, der älteste Gorilla Europas, war so etwas wie der Star des Nürnberger Tiergartens. Auch wenn er am 20. August 2018 im Alter von 55 Jahren starb,
erinnern sich noch immer viele Zoobesucher an den charismatischen Gorilla-Chef. Die Wissenschaftsjournalistin Jenny von Sperber hat jetzt das Buch "Fritz, der Gorilla. Biografie eines faszinierenden Menschenaffen" über diesen Silberrücken geschrieben. Dabei erzählt sie auch die wechselvolle Geschichte der Primaten- Zootierhaltung. Nach ihrer Lesung wird sie mit dem Nürnberger Tiergartendirektor Dag Encke über das Thema sprechen.

Moderation: Dr. Susanne Stemmler

Im Dezember: Literaturhaus Nürnberg e.V. im Casablanca-Kino - Alles über Martin Suter. Außer die Wahrheit

Die Bücher des Schweizer Bestseller-Autors Martin Suter wurden in mehr als 35 Sprachen übersetzt. Darin lotet er häufig die kriminelle Veranlagung der Gesellschaft aus, sei es nun im Finanzsektor, im öffentlichen Raum, im Drogengeschäft oder im Labor.

Statt einen klassischen biografischen Dokumentarfilm zu drehen gibt sich André Schäfer zusammen mit dem Schriftsteller lieber dessen fiktiven Welten hin, reist an die Schauplätze seiner Schöpfung und hat trotzdem zugleich Anteil am Privatleben des Mannes, der einen ganz eigenen Kosmos erschafft. 

Moderation: Dirk Kruse

Bitte informieren Sie sich über dne genauen Termin auf www.casablanca-nuernberg.de . Dort können Sie auch Karten für die Veranstaltung erwerben.

Kristina Pfister: Ein unendlich kurzer Sommer

Donnerstag, 08. Dezember 2022, 19 Uhr

Ein bezaubernder Sommerroman, der auch Licht und Wärme in den Winter bringt.

Im Jahr 2017 überraschte die in Bamberg geborene und in Nürnberg lebende Autorin
Kristina Pfister mit ihrem vielversprechenden Debütroman "Die Kunst einen
Dinosaurier zu falten". Darin ging es um eine Freundschaft zweier sehr ungleicher
Studentinnen. Fünf Jahre hat es gedauert, bis ihr neuer Roman "Ein unendlich kurzer
Sommer" herauskam. Schauplatz ist ein alter, heruntergekommener Campingplatz
irgendwo in der deutschen Provinz. Dort treffen drei sehr unterschiedliche
Charaktere aufeinander und es entsteht ein dichter Roman über Verlust und
Freundschaft, Liebe und Tod.

Moderation: Dr. Susanne Stemmler

Literaturhaus Nürnberg e.V
Luitpoldstraße 6 , 90402 Nürnberg

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