Literaturhaus Nürnberg e.V.

Luitpoldstraße 6
90402 Nürnberg
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Programm - Menschenrechte

Uffa Jensen: Ein antisemitische Doppelmord

Dienstag, 4. Oktober 2022, 19.30 – 21.00 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) ; Stadtbibliothek Erlangen

Die vergessene Geschichte des Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik.
In Kooperation mit der Stadtbibliothek Erlangen und dem Büro für Chancengleichheit und Vielfalt der Stadt Erlangen. Der Eintritt ist frei, eine Reservierung nicht erforderlich.
Grußwort: Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen.

Am 19. Dezember 1980 wurden Shlomo Lewin, der ehemalige Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Nürnberg, und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke in
ihrem Haus in Erlangen von einem Neonazi erschossen. Ein Straßenschild – „Lewin-Poeschke-Anlage“ nahe ihrem Wohnsitz - erinnert an den
Mordanschlag. Uffa Jensen, Professor für Geschichte und stellvertretender Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin, hat in seinem neuen
Buch die Tat und ihre Hintergründe rekonstruiert. Statt den Spuren nachzugehen, die zur rechtsextremistischen „Wehrsportgruppe Hoffmann“  führten, hatten sich die Ermittler seinerzeit lange auf das Umfeld Lewins konzentriert. Doch die genauen Umstände der Bluttat blieben ungeklärt. Der Täter, ein Mitglied der Wehrsportgruppe, setzte sich damals ins Ausland ab. Kaum ein zeitgeschichtlich bedeutendes Ereignis wurde so aggressiv vergessen  wie dieser antisemitische Doppelmord, sagt der Autor.

ACHTUNG: Die Lesung findet im Innenhof der Stadtbibliothek Erlangen statt. 

Adresse: Marktplatz 1, 91054 Erlangen, Telefon 0 91 31 / 86-22 82

Moderation: Dr. Susanne Stemmler

Andrej Kurkow: „Samson und Nadjeschda“

Montag, 10.10.2022, 19 Uhr

Der ukrainische Autor mit einem Roman aus der Zeit der Russischen Revolution und seinem Kriegstagebuch.

Andrej Kurkow ist der in Deutschland bekannteste Schriftsteller aus der Ukraine. Seine Romane haben uns sein Land vorgestellt, mit fesselnder Lust am Erzählen und dem Blick auf die historischen Verwerfungen, unter denen immer die einfachen Leute zu leiden haben. Seit die Ukraine von Russland bombardiert wird, hat der fließend Deutsch sprechende Autor sich auf Tagebuch-Essays zur Lage im Land konzentriert. Die sind nun zeitgleich mit der Übersetzung seines letzten Romans auf Deutsch erschienen. Sowohl „Die Vermessung des Krieges“ als auch „Samson und Nadjeschda“ wird er in Nürnberg vorstellen.

Moderation: Katharina Erlenwein

Robert Menasse: "Die Erweiterung"

Mittwoch, 2. November 2022, 19 Uhr

Der neue EU-Roman nach dem Erfolg „Die Hauptstadt“

Mit dem satirischen Roman „Die Hauptstadt“ landete der österreichische Erzähler und Essayist Robert Menasse vor fünf Jahren einen richtigen Coup. Er gilt als weltweit erster Roman über die Europäische Union, wurde mit dem Deutschen Buchpreis für den besten Roman des Jahres 2017 ausgezeichnet und ein echter Bestseller. Fünf Jahre hat es gedauert bis neue, druckfrische Roman „Die Erweiterung“ fertig war. Wieder ein Roman mit einem europäischen Thema, mit politischen und persönlichen Konflikten. Schon mit bedeutenden Gegenwartsromanen wie „Sinnliche Gewissheit“ (1988), „Selige Zeiten, brüchige Welt“ (1991) oder „Die Vertreibung aus der Hölle“ (2001) hat der 1954 in Wien geborene Robert Menasse bewiesen, dass er ein eminent politischer Erzähler von europäischem Rang ist. Zudem gilt er, wie seine jüngere Schwester Eva Menasse, als streitlustiger und messerscharf analysierender Intellektueller.

Moderation: Katharina Erlenwein

Einlass 17.30 Uhr, Beginn 19 Uhr.

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