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Monika Maron: Was ist eigentlich los? | Lesung und Gespräch

Mittwoch, 6. April 2022, 19 Uhr

Von ihrem ersten Roman „Flugasche“ an, der sich mit der Umweltzerstörung in der Industriestadt Bitterfeld auseinandersetzt und 1981 in der DDR nicht erscheinen durfte, ist Monika Maron eine streitbare Autorin. Eine, die anprangerte, was in ihren Augen schieflief. Nach ihrem zweiten Roman „Die Überläuferin“ wurde sie zunehmend schikaniert in der DDR und siedelte 1988 in den Westen über. In den Jahren nach der Wende folgten unter anderem mit „Stille Zeile sechs“, „Animal triste“, „Endmoränen“, „Ach Glück“ und „Zwischenspiel“ zahlreiche erfolgreiche und hochgelobte Romane. Dazu wichtige Literaturpreise wie der Kleist-, der Hölderlin- und der Lessing-Preis.

In ihren Essays setzte sich Monika Maron kritisch mit der DDR, aber auch der deutschen Wiedervereinigung auseinander. In den letzten Jahren versuchte sie die diffusen Ängste der Menschen in den neuen Bundesländern nachzuvollziehen. Unter teils heftiger Kritik des Literaturbetriebs veröffentlichte Monika Maron mehrere islamkritische Artikel, äußerte sich negativ über den medialen Umgang mit dem Dresdener Schriftsteller Uwe Tellkamp und wehrte sich vehement gegen die Zwänge der sogenannten „Political Correctness“. Daraufhin meinte der S. Fischer-Verlag sich von der renommierten, fast achtzigjährigen Autorin aus weltanschaulichen Gründen trennen zu müssen. Als erstes Buch bei ihrem neuen Verlag Hoffmann und Campe sind gesammelte Essays unter dem Titel „Was ist eigentlich los?“ erschienen. Die zeigen eine meinungsstarke, unerschrockene, humorvolle und elegant formulierende Autorin, die zu den bedeutendsten der deutschsprachigen Literatur zählt.

 

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